Die Geschichte von Jack O`Lantern

Es wird erzählt, dass in Irland einmal ein Hufschmied namens Jack lebte, der ziemlich unbeliebt und böse war. Eines Abends kam der Teufel und wollte ihn mitnehmen. Doch Jack wollte auf der Erde bleiben, und so hatte er im letzten Moment eine Idee. Er bat den Teufel, ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen: Jack wünschte sich etwas zu Trinken!
Der Teufel hatte aber kein Geld und verwandelte sich deshalb selbst in eine Münze. Jack steckte die Münze schnell in seine Geldbörse, in der er auch ein silbernes Kreuz aufbewahrte; der Trick dabei war, dass sich der Teufel wegen des Kreuzes nicht zurück verwandeln konnte. Erst, als ihm der Teufel versprach, dass er noch ein Jahr auf der Erde bleiben dürfe, nahm Jack die Münze aus dem Geldbeutel.
Ein ganzes Jahr lang hatte Jack nun seine Ruhe. Als der Teufel dann aber eines Tages wieder vor ihm stand, hatte Jack im letzten Augenblick eine Idee: dieses Mal wünschte er sich einen Apfel! Der Teufel kletterte also auf einen Baum, um einen Apfel für Jack zu pflücken. Schnell schnitzte Jack ein Kreuz in den Baumstamm - und der Teufel saß fest! Um wieder vom Baum herunter klettern zu dürfen, musste er Jack versprechen, ihn für alle Zeiten in Ruhe zu lassen.

Viele Jahre später starb Jack. Und da er immer böse gewesen war, durfte er nicht in den Himmel. Aber auch der Teufel wollte Jack nicht mehr sehen und ließ ihn nicht in die Hölle. Jack musste also zurück auf die Erde. Der Weg dorthin war aber schrecklich dunkel. Jack bat den Teufel um etwas Licht für den Rückweg. Daraufhin warf ihm der Teufel ein Stück glühende Kohle aus seinem Feuer zu. Sie war schrecklich heiß und Jack überlegte, wie er sie am besten tragen könnte.
Endlich fiel ihm die Lösung ein: Zum Glück hatte er sich eine Steckrübe als Proviant mitgenommen! Er höhlte sie aus, schnitzte ein paar Löcher in die Schale und legte die glühende Kohle hinein. Seitdem leuchtete ihm die Kohle den Weg. Und da die Kohle vom Teufel stammte, ist das Licht auch nie erloschen...
Viele Jahre später, vor ungefähr 150 Jahren, gab es in Irland eine große Hungersnot. Tausende von Menschen wanderten nach Nordamerika aus. Auch dort feierten sie, wie sie es immer getan hatten, das Halloween-Fest. So kam das Fest nach Amerika. In der neuen Heimat gab es nicht so viele Rüben, dafür aber prächtige Kürbisse, die man viel besser aushöhlen und mit witzigen Fratzen verzieren kann. So kam es also zu den geschnitzten Kürbissen.


Im Jahr 2002 haben meine beste Freundin Tanja
und ich einen Kürbis geschnitzt...


... und es folgten viele weitere:




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